direkt in der Innenstadt, Stadt Uslar - Innenstadt, Niedersachsen
Beschreibung
Die Idee zur Anlage eines historischen Bauerngartens hatte der Ökologische Arbeitkreis der evangelischen Kirche Uslar, der sich zur Aufgabe gemacht hat, verschiedene Projekte unter dem Thema „Schöpfung erfahren – Schöpfung bewahren“ durchzuführen.
Als Standort bot sich ein verwildertes Grundstück an, das sich – sehr reizvoll gelegen – direkt an die alte historische Stadtmauer anlehnt. Die Stadt Uslar stellte das Grundstück für diesen Zweck kostenlos zur Verfügung. Bevor man mit der Realisierung beginnen konnte, musste die Stadtmauer in diesem Bereich vollständig saniert werden.
Wie bei Bauerngärten üblich, wurde auf die Verwendung von natürlichen Baumaterialien Wert gelegt. So wurde ein Stützmauer aus ortstypischem Buntsandstein und ein Staketenzaun mit Buntsandsteinpfosten als Einfriedung errichtet.
Mit viel Engagement hat das Netzwerk 2004 als Mitglied der Agenda 21 einen historischen Bauerngarten hinter der Stadtmauer angelegt, der als „Schaugarten“ der Erhaltung alter Kulturpflanzen dient. Im Zeitalter schwindender Artenvielfalt in unseren Gärten möchten wir diese Gartenform, die immer mehr in Vergessenheit gerät, wieder in Erinnerung rufen und darüber hinaus Anregungen geben, eigene Gärten zu gestalten. Unsere Intention ist es, den Bauerngarten durch Führungen und Vorträge sowie Seminare der Öffentlichkeit näher zu bringen. Er soll den Grüngürtel der Stadt Uslar komplettieren und zur Vernetzung und ökologischen Aufwertung bestehender Flächen beitragen. Dieser Bauerngarten ist die zentrale Aufgabenstellung des Ökologischen Arbeitskreises.
Schüler und Konfirmanden haben schon begeistert im Bauerngarten mitgearbeitet. Bei der Ausführung der Projekte “Kräuterschnecke” und „Naschgarten“ haben wir die Kinder des Evangelischen Kindergartens Uslar angeleitet und unterstützt.
Steckbrief der Einreichung (PDF)
Bezirk Altona, Bezirk Altona, Hamburg
Beschreibung
Der Beteiligungs- und Planungsprozess “Freilaufmöglichkeiten und Auslaufzonen für Hunde in Altona” hat sich die Erarbeitung und Umsetzung von Planungen für eine Qualitätsverbesserung der Freilaufmöglichkeiten und Auslaufzonen für Hunde in Altona zum Ziel gesetzt. Besonders in einer verdichteten Großstadt teilen sich viele Nutzende mit verschiedensten Wünschen und Ansprüchen einen “endlichen” städtischen Freiraum. Konflikte sind damit vorprogrammiert. Deshalb hat der Bezirk 2016 in einem moderierten, öffentlichen Prozess nach Lösungen für ein Miteinander der verschiedenen Freiflächennutzenden und ein Konzept für Hundeauslauf- und Hundefreilaufzonen gesucht. Grundlage hierfür waren die bereits über 40 bestehenden Freiflächen für Hunde im Bezirk Altona. Aus den Ergebnissen hat das zuständige Fachamt das Freiflächenkonzept mit Flächen für Hunde überarbeitet. In einer weiteren Phase ab 2017 wurde darüber hinaus eine „Qualitative Konzeptentwicklung“ erarbeitet, um den zuständigen Behördenstellen ein Planungswerkzeug an die Hand zu geben und die Konfliktparteien über das Thema qualifiziert zu informieren und für das gegenseitige Miteinander weiter zu sensibilisieren. Hierbei wurde neben der konkreten, checklistenbasierten Analyse der Flächen insbesondere für die Aufwertung, Instandsetzung und den Neubau von Flächen für Hunde ein sogenannter Ausstattungs-Modul-Katalog (AMK) entwickelt, auf dessen Grundlage die Flächen in Bezug auf das Hundewohl und die resultierende Ausstattung qualifiziert werden können. Weiterer Baustein ist ein Informationsflyer, der Hundebesitzende eine Übersicht über allgemeine und gesetzliche Rahmenbedingungen gibt und in einer Kartengrafik alle Freiflächen für Hunde im Bezirk darstellt. Im Ergebnis wird der Bezirk fortwährend Freilaufmöglichkeiten und Hundeauslaufzonen unter Anwendung des AMK aufwerten und damit attraktive Flächen für Hunde in Altona schaffen.
Steckbrief der Einreichung (PDF)
Innenstadtbezirke(Mitte, Ost, West), Stuttgart, Baden-Württemberg
Beschreibung
Eine Interessensgemeinschaft von ca. 15 Stuttgarter BürgerInnen, die sich für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt einsetzen, kam Anfang 2019 auf die Stadtverwaltung zu, um über die Realisierung des Projektes Wanderbaumallee Stuttgart zu sprechen. Neben dem Aspekt die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes zu verbessern, möchte die Initiative ebenfalls für das Pflanzen von mehr Bäumen werben und stellt solche temporär, mittels einer Genehmigung der Stadtverwaltung, auf Parkplätze im öffentlichen Raum/am Straßenrand. Bäume bieten nicht nur Schatten in den heißen Sommertagen, sondern sind besonders für das Stadtklima ein großer Gewinn.
Nach Vorbild der Wanderbaumallee in München, entstand die Idee zehn Bäume und drei Hochbeete in verschiedene Straßen von Stuttgart wandern zu lassen, um diesen Gewinn mit so vielen BürgerInnen/ AnwohnerInnen wie möglich zu teilen. Damit die temporären Interventionen zu Nachbarschaftstreffpunkten werden und auch einen physischen Raum für Diskussionen bieten können, sind die Bäume und Beete in Sitzgelegenheiten gepflanzt, die gleichzeitig fahrbare Module sind. Etwa alle vier Wochen werden die Bäume nach dem Schubkarren-Prinzip zu Fuß in ein neues Viertel geschoben.
Ziel der Aktion ist es, das Gespräch darüber anzustoßen, wie wir unseren öffentlichen Raum nutzen möchten. Die temporäre Intervention macht eine Begrünung der Straße direkt erlebbar und setzt so einen wichtigen Impuls. Dazu finden auch regelmäßige Veranstaltungen an den Bauminseln statt um den Austausch zu fördern.
Je Station gibt es Ansprechpersonen in der Nachbarschaft, die auch GießpatInnen sind. Die Erfahrungen aus 2019 zeigen, dass die NachbarInnen, die die Wanderbäume vor der Haustür hatten, sich nun verstärkt für eine dauerhafte Begrünung mit Sitzgelegenheiten in Ihrer Straße einsetzen. Darüber hinaus sind Kontakte über die Stadtgrenzen hinweg entstanden, zu Initiativen, die das Konzept auch in ihrer Stadt umsetzen möchten (bereits umgesetzt z. B. in Köln).
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Mierendorff-INSEL in Charlottenburg, Nachhaltige Mierendorff-INSEL, Berlin
Beschreibung
Die DorfwerkStadt hat auf der Mierendorff-INSEL die Initiative Nachhaltige Mierendorff-INSEL (NMI) initiiert und koordiniert diese. Es wurden Baumscheiben mit 10.000 Blumenzwiebeln bepflanzt, der Schmuckpark am Mierendorffplatz ehrenamtlich gesäubert, die Aktion Saubere INSEL ins Leben gerufen, eine enge Kooperation mit den Kleingärtnerkolonien geknüpft und der Interkulturelle Kräutergemeinschaftsgarten vor der Mierendorffgrundschule aufgebaut. Im Handlungskonzept der INSEL ist die Essbare INSEL ein wichtiger Themenbereich. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Anfragen, ob gemeinschaftliches Gärtnern auf den vielen Freiflächen möglich wäre. Vor der Mierendorff-Grundschule gab es eine ungenutzte aber geschützte Freifläche ohne weiteren hohen ökologischen und sozialen Wert. Die Projektkoordinatorin der NMI, von Hause aus Landschaftsplanerin, nahm Kontakt mit der Grundschule auf, mit der Idee, die verschiedenen Kulturen der INSEL (alleine an der Schule gibt es mehr als 60 Nationalitäten) durch gemeinsame Aktivitäten intergenerativ stärker ins Miteinander zu bringen. Die Grundschule ermöglichte im Ganztag die Umsetzung einer Schüler*innen-AG, sodass begonnen wurde, mit alten Paletten eine Umzäunung zu bauen, die dann in den INSEL-Farben gestrichen wurden. Innerhalb dieser sollten die Kräuter- und Gemüsebeete für Schüler*innen und interessierte Einwohner*innen geschützt von den Stadtkaninchen Platz finden. Es kamen immer mehr Einwohner*innen dazu, die sich bald zu einer starken Gärtner*innengruppe entwickelt haben, neben eigenen Gemüsebeeten unter fachlicher Begleitung Beerenbeete, Kürbishügel, einen Kartoffelacker und Obstgehölze angelegt haben. Mittlerweile gibt es eine klare Gärtner*innen-Vereinbarung, die allen einen Verhaltenskodex als verbindliches Miteinander vorgibt. Urban gardening Volkshochschulprojekte und die Schüler*innen planen bereits die Erorberung weiterer INSEL-Freiflächen. Die DorfwerkStadt managt die Einzelaktivitäten zu einem Gesamtansatz.
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Berlin-Mitte, Ortsteil Moabit, Lebendiges Zentrum Turmstraße, Berlin
Beschreibung
Das Bezirksamt Mitte von Berlin hat im Fördergebiet Lebendige Zentren und Quartiere Turmstraße das Begrünungsprogramm „Wohlfühloasen für Großstadtpflanzen“ erarbeitet und aufgelegt.
Ziel dabei ist es, eine werthaltige Gestaltung, Material- und Pflanzenwahl sowie bedarfsgerechte Ausstattung der Freiflächen zu erreichen.
Mit dem Begrünungsprogramm schafft das Bezirksamt Mitte von Berlin finanzielle Anreize für Eigentümer*innen, Mieter*innen, Nutzer*innen, Initiativen u.a., für sich und ihre Umwelt Gutes zu tun. Gefördert werden Begrünungen von Höfen, Vorgärten, Baulücken, Fassaden, Brandwänden und überlassene öffentliche Flächen.
Die jeweilige Projektentwicklung erfolgt in einer durch die programmbetreuende Landschaftsarchitektin Frau Haas- Wohlfarth gesteuerten Planungswerkstatt mit den Nutzer-/Eigentümer*innen.
Durch Unterstützung dieser moderationserfahrenen Landschaftsarchitektin werden die diversen Interessen, Erfahrungen und Mitwirkungsmöglichkeiten der Beteiligten unter Wahrung der Programmziele so zusammengeführt, dass ein breit getragenes Begrünungsprojekt entsteht. Die notwendigen Funktionen (wie Wege, Müllstandort, Fahrradstellplätze) werden optimiert und die programmadäquate Ausstattung der flexiblen Flächen nach den Wünschen und (auch finanziellen) Möglichkeiten der Beteiligten abgestimmt.
In einer Erstberatung vor Ort werden die programmatisch erwünschten und finanziell darstellbaren Maßnahmenumfänge eingegrenzt sowie die Förderangebote und Beteiligungsanforderungen erläutert.
Homogene größere Gruppen werden aufgefordert, zunächst ihre Ideen und Ausstattungswünsche zu sammeln und zu priorisieren. Danach folgen Planungswerkstätten unter Regie der Landschaftsarchitektin, die anschließend das gemeinsam entwickelte Konzept zeichnet, rückkoppelt und dazu das Ausschreibungsleistungsverzeichnis erstellt.
Die Projektdurchführungen wickeln die Fördernehmer eigenverantwortlich ab und die Maßnahmen werden durch eine Fotodokumentation abgeschlossen.
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Stadt Bayreuth, Bayern
Beschreibung
Im Süden Bayreuths befindet sich mit dem Tierpark Röhrensee eine der traditionsreichsten und beliebtesten Freizeitanlagen Bayreuths. Der über 100 Jahre alte Bürgerpark mit See und altem Baumbestand wurde 1973 um mehrere Tiergehege und Volieren sowie einen Streichelzoo erweitert. Ab 1997 wurden diese grundlegend umgebaut. Seit 2010 ist der neue, abwechslungsreich gestaltete Spielplatz eröffnet. Er unterstreicht zusammen mit der Gastronomie, dem Bootsverleih und dem Tiergehege die Bedeutung des Parks als generationenübergreifende, familienfreundliche Anlage. Seit 2012 wird an einer Vernetzung mit dem räumlich benachbarten Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth und dem Umweltschutz-Informationszentrum Lindenhof des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. gearbeitet. Im Rahmen dieser Konzeption wurde von 2015 bis 2019 der Tierpark Röhrensee mit Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gestalterisch und inhaltlich weiter aufgewertet, ein modernes Beschilderungskonzept umgesetzt, eine eigene Homepage eingerichtet und das Veranstaltungsangebot erweitert. Dabei steht zum einen eine zeitgemäße, ansprechende Präsentation der Tiere als auch die Steigerung des Erholungs- und Erlebniswertes im Vordergrund. In einem nächsten Schritt wird 2020 ein Weg mit neuem Zugang zum Ökologisch-Botanischen Garten im Süden die Vernetzung weiter verbessern. Entlang des Weges werden 40 europäische Laubbäume gepflanzt, darunter auch Arten, die im Hinblick auf die Klimaanpassung günstige Zukunftsprognosen haben. Hinsichtlich der Erholungsfunktion und der Umweltbildung ergeben sich schon heute sehr gute Voraussetzungen. Dies soll in einem fortlaufenden Entwicklungsprozess anhand des Masterplanes weiter entwickelt werden. Die Aufwertung und Einbindung des angrenzenden Stadtwaldes kann ein weiterer Schritt sein.
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Kernort Breitengüßbach, Bayern
Beschreibung
Der Ort Breitengüßbach wird von Bauwerken der Verkehrsinfrastruktur dominiert (3 Autobahnzufahrten, Bahnlinie mit Lärmschutzwänden der DB). Der historische Ortskern ist stark verkehrsbelastet. Als Gegenpol fordert die Bevölkerung im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept klar mehr Grün im Ort. Es formiert sich eine Arbeitsgruppe „Grünes Breitengüßbach“ u.A. um Vorgaben für die DB auszuarbeiten, die mit Anpflanzungen an den Lärmschutzwänden beginnen möchte. Mit Hilfe des kommunalen Projektmanagements und der Kreisfachberatung des Landratsamtes Bamberg, definiert die AG Handlungsräume innerhalb der Kommune. WO Breitengüßbach grüner werden soll, wird so gemeinsam festgelegt. WIE – das arbeiten Fachplaner aus. Die Gemeinde beauftragt ein Landschaftsarchitekturbüro mit der Ausarbeitung eines Masterplans Grünes Breitengüßbach. Aufbauend auf den Informationen und Ideen der AG, führt das Büro eine objektive Analyse der Situation und Strukturen vor Ort durch. Auf dieser Grundlage wird ein Konzept entwickelt, Leitlinien im Umgang mit dem Ortsgrün vorgegeben und konkrete Vorschläge für die Aufwertung der Handlungsräume gemacht.
Ziele des Masterplans: Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt | Schaffen gesundheitsfördernder Grünflächen (laufende Teilnahme am Modellprojekt „Gesunde Kommune“) | aktiver Klimaschutz | Erhöhung von Attraktivität, Qualität und Nutzungsmöglichkeiten der Freiflächen | vielfältige Einbindung der Bürger*innen in die (Um-)gestaltung der Flächen. Insbesondere letzteres, die Einbindung der Bürger*innen ist wichtig: Im „Masterplan Grün“ finden sich viele kleinere Maßnahmen, die sukzessive mit Beteiligung der Bürgerschaft realisiert werden. Das Setzen von Säulenäpfeln an der Lärmschutzwand, die Bepflanzung von Baumscheiben am Bürgertreff, das Anlegen eines öff. Kräuterhochbeetes und Ähnliches wurde schon umgesetzt. Auch die DB greift die Vorschläge des Masterplans auf, etwa mit der Pflanzung von Sträuchern, deren Früchte ess- oder verwertbar sind.
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Weststadt, Ravensburg, Baden-Württemberg
Beschreibung
Als “Allianz für die Zukunft” wurden 2016 mit Vertretern des NABU Ravensburg e.V. und des Buddhistischen Zentrums Ravensburg 70 Obsthochstämme auf drei städtischen Streuobstwiesen gepflanzt. Die größte Fläche, der “Zwetschengarten” liegt neben dem Waldkindergarten Rahlenwald. Dort wurden 35 Zwetschen, aber auch Äpfel, Kirschen und Birnen gepflanzt. Ausgewählt wurden alte, regionale Sorten wie z.B. ‘Schussentäler’ oder ‘Ravensburger’. Dort finden immer wieder mit den “Waldkindern” tolle Aktionen statt, die den Kindern die Bedeutung der Streuobstwiesen nahebringen. Im “Birnengarten”, einem 80jährigen, ökologisch sehr wertvollen Bestand wurden 10 Mostbirnen ergänzt. Die über 60 alten Birnbäume bieten mit ihren Höhlen u.a. Fransenfledermäusen Lebensraum. Mit der Ergänzungspflanzung ist die Vielfalt auch für die Zukunft gesichert. An einem beliebten Spazierweg wurde der “Quittengarten” durch Quitten und Speierlinge ergänzt. Der Speierling hat eine große kulturgeschichtliche Bedeutung, ist allerdings rar geworden. Die Pflege übernehmen Mitglieder des NABU, des Buddhistischen Zentrums und Bio-Landwirt Ch. Schaaf. In dem Projekt arbeiten verschiedene gesellschaftliche Gruppen, NABU, Allianz Deutschland, Stiftung NatureLife-International und die Stadt Ravensburg gemeinsam für mehr Biodiversität. Neben der gesellschaftlichen Komponente werden bei dem Projekt die Ziele des Natur-, Arten- und Klimaschutzes mit denen der Naherholung verbunden und so alle Aspekte des Nachhaltigkeitsgedanken gelebt.
Steckbrief der Einreichung (PDF)
Kernstadt, Ravensburg, Baden-Württemberg
Beschreibung
Die Initiative „Ravensburg – wir handeln fair“ engagiert sich seit Jahren dafür, den Fairen Handel noch fester im Ravensburger Leben zu verankern. 2018 konnten unter dem Slogan „Klima schützen – Ravensburger unterstützen“ 35 Ravensburger Unternehmen gewonnen werden, die mit ihrem Sponsoring ein Zeichen gegen Klimawandel und für Klimaschutz in ihrer Stadt wie auch beispielhaft in einem Land in Südostasien gesetzt haben. Insgesamt kamen 12.000 € zusammen, mit dem Projekte zur Verbesserung des Klimas in Ravensburg und auf den Philippinen realisiert wurden und werden:
Frühblüher: In Ravensburger Grünanlagen wurden 14.000 Geophyten gepflanzt. Bei der Auswahl der Sorten wurde darauf geachtet, dass sie eine gute Futterquelle für heimische Insekten darstellen.
Pflanzung von Wildobst- und Streuobstbäumen: An mehreren Standorten wurden insgesamt 12 Hochstämme gepflanzt.
Die beiden Pflanzaktionen wurden an mehreren Wochenenden von Mitgliedern des BUND, Vertretern der Stadt und des Wirtschaftsforums zusammen mit freiwilligen Helfern durchgeführt.
Blühstreifen an Radwegen: Insgesamt wurden 500 m² neue Blühstreifen entlang von Rad- und Gehwegen angelegt. Die Flächen wurden mit Wildblumensamen für Wildbienen angesät.
Insektenhotels: In 2 Grünanlagen werden an geeigneter Stelle Insektenhotels aufgestellt. Diese werden von Jugendlichen mit besonderen Förderbedarf hergestellt. Dazu gibt es jeweils aussagekräftige Erläuterungstafeln, die aufklären und Verständnis schaffen sollen.
Auf den Philippinen werden 2.500 Mango-Bäume auf der Insel Luzon angepflanzt. Mit der Pflanzung werden 2 Dinge erreicht: Zum einen werden baumlose Regionen der Philippinen aufgeforstet, um damit C02 zu binden und gleichzeitig wird mit der zukünftigen Ernte der Mangobäume weiteres Einkommen für die Aeta geschaffen – eine Unterstützung, die doppelt und auch für zukünftige Generationen wirkt.
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Hoyerswerda, Sachsen
Beschreibung
Effektiver Umwelt- & Klimaschutz war Inspiration für uns, die Initiative „Eine Stadt pflanzt“ ins Leben zu rufen. . Der Startschuss war auf einer privaten Wiese (1,3 ha) wo im Oktober 2019 ca 200 Mitstreiter ca 250 Bäume(hauptsächlich Obstbäume) pflanzten. Jeder kann mitmachen – ob als Pflanzhelfer, Baumpate, Ideengeber oder Geldgeber. Diese erste Pflanzwiese wird gerade zu einem öffentlichen Stadtobstgarten gestaltet, mit Streuobstwiese, einem Park , Kräutern, Blühsträuchern , Bienen- und Schmetterlingswiesen und Spiel- und Sitzmöglichkeiten. Die weitere Gestaltung erfolgt in der Gemeinschaft, so dass regelmäßig weitere Pflanz- und Pflegeevents, Arbeitseinsätze aber auch Feste geplant sind . Nach dieser 1. Pflanzwiese folgen nun speziell die Brachflächen nach Wohnungsrückbau, welche die Wohnungsgesellschaft zur Verfügung stellt und bei der Durchführung Unterstützung zuteil werden lässt. So werden die Anwohner motiviert, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten. Zuerst mit gemeinsamen Pflanzevents, Pflegeeinsätze und Wiesenfesten. Mit regionalen Partnern werden Projekttage für Schulen aber auch Seminare für Erwachsene entwickelt. Mit diesen gemeinsamen Pflanz- Projekten wird die Lebensqualität der Menschen in unserer schönen grünen Stadt noch mehr verbessert und das gemeinsam mit Spaß an Bewegung, Geselligkeit, aktivem Naturschutz und perspektivisch auch mit gutem regionalen Obst. Das gemeinsame Pflanzen von Bäumen und deren Pflege verwurzelt die Menschen mit ihrer Heimat, schafft durch den Eventcharakter Begegnungsstätten Gleichgesinnter und wird perspektivisch durch das weitere Publizieren das Bewusstsein der Bevölkerung öffnen für die Wichtigkeit von Bäumen , Insekten und regionalem Obst. Hauptziel der Initiative ist es, die Partner (Planer, Stadtverwaltung , Grundstücke, Pflanzer) zusammenzubringen, die Events zu organisieren , zu managen und die Menschen zu informieren, zu motivieren und die Pfege und Bewirtschaftung zu organisieren.
Steckbrief der Einreichung (PDF)